Wissen versus Vermutung
Osmium ist noch jung auf dem Schmuckmarkt. Ein Edelmetall, das anders aussieht und mehr kostet als seine etablierten „Mitspieler'. Was es darüber zu wissen gibt und mit der laufenden Studie zum Mitmachen auf sich hat, fragen wir Ingo Wolf vom deutschen Osmium-Institut.
Osmium ist noch jung auf dem Schmuckmarkt. Ein Edelmetall, das anders aussieht und mehr kostet als seine etablierten „Mitspieler“. Was es darüber zu wissen gibt und mit der laufenden Studie zum Mitmachen auf sich hat, fragen wir Ingo Wolf vom deutschen Osmium-Institut.
GZ: Osmium ist das achte Edelmetall. Eine Konkurrenz zu Gold, Silber und Platin also?
Ingo Wolf: Nein, überhaupt nicht. Eine Ergänzung. Kristallines Osmium lässt sich gut mit den klassischen Edelmetallen kombinieren. Wir sehen das letzte Edelmetall aufgrund einer optischen Besonderheit eher als Alternative zu Diamanten. Im parallelen Licht der Sonne kann das menschliche Auge das Funkeln über eine Distanz von bis zu 30 Metern wahrnehmen. Deshalb, und weil sich Diamanten mittlerweile günstig herstellen lassen, macht Osmium den Schmucksteinen ihren Platz in der Weltordnung der Juweliere streitig.